5. 'Rencontres des Partenaires' zum Thema Darstellende Künste

Nach den bereits durchgeführten 'Rencontres' zum Thema Musik im Theater am Neumarkt in Zürich im Jahr 2007 und Bildende Kunst im Kunsthaus Baselland in Muttenz im Jahr 2008 (siehe Details in der gleichen Rubrik) waren die 5. 'Rencontres' dem Thema Darstellende Künste gewidmet.

Um den geladenen Gästen die Gelegenheit zu geben, vollumfänglich von der mit mehr als 50 gezeigten Produktionen äusserst reichhaltigen Programmation des Festivals zu profitieren, erstreckte sich die 'Rencontres' zum ersten Mal über einen Zeitraum von zwei Tagen während des ersten Dezember-Wochenendes 2009 im Rahmen der Urbaines: Festival des créations émergentes in Lausanne, neuer Partner der Stiftung seit 2009.

Ungefähr 80 Vertreter der verschiedenen Partner der Stiftung in den Gebieten der Bildenden Kunst, der Musik und der Darstellenden Kunst sowie die Juniorpartner (Off-Spaces) nahmen am Freitag den 4. Dezember ab 18Uhr an der offiziellen Eröffnung des Festivals im Théâtre de l'ARSENIC teil. Nach dem festlichen Empfang im Ausstellungsraum für zeitgenössisches Design 'Uniquement Vôtre' besuchten die Gäste die verschiedenen Produktionen des Festivals.

Die Teilnehmenden fanden sich erneut am Samstag den 5. Dezember im CIRCUIT, Centre d'art contemporain, ebenfalls Partner der Stiftung, zu einer Diskussion zum Thema 'Darastellende Künste im urbanen Kontext, bzw. Stadt als Bühne' zusammen. Als Basis dazu dienten die Interventionen von Festival AUAWIRLEBEN, Bern; Belluard Bollwerk International, Fribourg; Kaserne, Basel; KUNSTEXPANDER, Aarau; Les Urbaines, Lausanne; Rote Fabrik, Zürich sowie stromereien, Zürich.

Die Fondation Nestlé pour l'Art verfolgt seit einigen Jahren bereits Fragestellungen zum Thema 'Kunst im urbanen Raum'. Der Kontext der Urbaines war in diesem Sinn speziell geeignet, die bereits laufenden Überlegungen weiterzuführen und die Referenten zu bitten, zur einen oder anderen Frage Stellung zu nehmen:

  • Wie inszenieren wir/ die KünstlerInnen mit unseren/ihren Interventionen die Stadt als alltäglichen Lebensraum, als bewegte Handlungsräume?
  • Mit welchen Vorstellungen von Gemeinschaft und Zeitgenossenschaft konfrontieren wir / die KünstlerInnen unsere Mitbürger, das Publikum?
  • Was sind meine Taktiken und Strategien als Ko-autorInnen dieser Ereignisse? Wie gehe, reise, erzähle, spreche, schreibe, denke, handle ich darin?
  • Welche Rolle spielt die Dokumentation in Ihrer Arbeit?
  • Welches ist die Lebensdauer von Kunst im urbanen Raum?

Die Diskussionen wurden von Maren Rieger, Mitglied des Stiftungsrats und Expertin für das Gebiet der Darstellenden Künste moderiert.

Die Veranstaltung, die sich um einen süss-salzigen Brunch artikulierte, fand um 15Uhr ihr Ende und erlaubte somit den interessierten Personen die Programmation des Festivals bis spät in die Nacht hinein mitzuverfolgen.